Diamantwegs Buddhismus Österreich  
 
 
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Die Karma Kagyü Schule wird auch als die "Linie der mündlichen Übertragung" bezeichnet. Dies bedeutet, daß von jeher das Verhältnis zwischen Meister und Schüler, die persönliche, "mündliche" Anleitung des Schülers durch den Lehrer eine zentrale Rolle spielt.

Die Karma Kagyü Linie enthält viele berühmt gewordene und berührende Beispiele für diesen direkten Weg der Inspiration, der durch das Vertrauen des Schülers in den Lehrer als Spiegel für die eigenen Qualitäten eine besonders schnelle Entwicklung ermöglicht.

Der bekannteste Verwirklicher (skt. Yogi) unter ihnen ist wohl Djetsün Milarepa, der durch seine unermüdliche Praxis und das unerschütterliche Vertrauen zu seinem Lehrer Marpa innerhalb eines Lebens die volle Erleuchtung erlangt hat.

Heute besuchen die wichtigsten Lamas unserer Linie regelmäßig die Diamantwegs-Zentren rund um die Welt, um ihren Schülern Belehrungen und traditionelle buddhistische Übertragungen zu geben.

17. Karmapa H. H. 17th Karmapa Trinley Thaye Dorje

Karmapa verkörpert die Tatkraft aller Buddhas und ist das Oberhaupt der Karma Kagyü Linie des Diamantweg-Buddhismus. Der Karmapa gilt als der erste bewusst wiedergeborene Lama Tibets - so war ein Schüler des 4. Karmapa der Lehrer des 1. Dalai Lama. Bis heute gab es 17 Inkarnationen dieses "Königs der Yogis von Tibet". Der 16. Karmapa floh 1959 aufgrund der chinesischen Besetzung aus Tibet und sicherte von Sikkim/Indien aus das Weiterbestehen des Diamantweg-Buddhismus. 1981 starb er in der Nähe von Chicago.

Der jetzige 17. Karmapa Thaye Dorje (geb. 1983) konnte 1994 das chinesisch besetzte Tibet verlassen und in die Freiheit nach Indien gebracht werden. Seitdem wird er dort in der überlieferten buddhistischen Lehre unterrichtet und erhält gleichzeitig eine westliche Schulbildung. Außerdem leitet er große Zeremonien und wird zu Staatsbesuchen in asiatische Länder eingeladen. Anfang 2000 bereiste er zum ersten Mal Europa, wo ihn über 7000 seiner westlichen Schüler willkommen hießen.. Karmapa lebt zurzeit in Kalimpong/Nordindien.
>> Mehr dazu unter www.karmapa.org



Shamarpa Künzig Shamar Rinpoche

Künzig Shamar Rinpoche ist der zweithöchste Lehrer der Karma Kagyü Linie. Seine Inkarnationslinie stand von jeher in engster Verbindung mit derjenigen der Gyalwa Karmapas, so dass er auch zu dem Beinamen "Rothut-Karmapa" kam. 1959 verließ Shamar Rinpoche aufgrund der chinesischen Invasion sein Heimatland Tibet an der Seite des 16. Karmapa. Bis 1979 erhielt er im Kloster Rumtek in Sikkim sämtliche Belehrungen und Übertragungen der Kagyü-Linie vom 16. Karmapa. Seitdem reist er durch die ganze Welt und lehrt den Diamantweg-Buddhismus.

Vor allem seiner Aktivität ist es zu verdanken, dass 1992 die 17. Inkarnation des Karmapa, Thaye Dorje, gefunden und nach Indien in die Freiheit gebracht werden konnte, wo er jetzt unter seiner Leitung ausgebildet wird.
>> Mehr dazu unter www.shamarpa.org

Lama Ole Nydahl Lama Ole Nydahl

Der Däne Ole Nydahl und seine Frau Hannah begegneten 1969 auf ihrer Hochzeitsreise im Himalaya dem 16. Karmapa und wurden seine ersten westlichen Schüler. Nach Jahren des Studiums der buddhistischen Lehren und Meditationspraxis beauftragte der 16. Karmapa sie, den Diamantweg-Buddhismus der westlichen Welt zugänglich zu machen. In seinem Namen gründete Lama Ole Nydahl seit 1972 mehr als 610 Diamantweg-Zentren rund um die Welt. Mit seiner Direktheit und seinem trockenen Humor vermittelt er einen Eindruck davon, dass spontane Frische und das Verweilen im eigenen Geist zusammengehören.
>> Mehr dazu unter www.lama-ole-nydahl.de

Hannah Nydahl Hannah Nydahl
(geb. am 17. April 1946 in Kopenhagen, verstorben am 1. April 2007)

Die Dänin Hannah Nydahl und ihr Mann Ole begegneten 1969 auf ihrer Hochzeitsreise im Himalaya dem 16. Karmapa und wurden seine ersten westlichen Schüler. Nach Jahren des Studiums der buddhistischen Lehren und Meditationspraxis beauftragte der 16. Karmapa die beiden, den Diamantweg-Buddhismus der westlichen Welt zugänglich zu machen.
Hannah Nydahl war mehr als zwei Jahrzehnte eine anerkannte Übersetzerin und Lehrerin der tibetisch-buddhistischen Lehre. Sie verbrachte etwa die Hälfte ihrer Zeit damit, am Karmapa International Buddhist Institute (KIBI ) in New Delhi/Indien für die dort lehrenden Lamas zu übersetzen, an verschiedenen buddhistischen Übersetzungsprojekten teilzunehmen und die Reisen großer buddhistischer Lehrer zu organisieren. Den Rest des Jahres verbrachte die für ihre ruhige Art so beliebte Lehrerin an der Seite ihres Mannes in den Diamantweg-Zentren rund um die Welt.


Lama Jigme Rinpoche Lama Jigme Rinpoche

Lama Jigme Rinpoche wurde in die Familie des 16. Karmapa geboren und ist ein Bruder von Künzig Shamar Rinpoche. Er erhielt umfangreiche Belehrungen vom 16. Karmapa, der ihn während seiner ersten Reise in den Westen als seinen Repräsentanten dort ließ. Seither führt Lama Jigme Rinpoche Karmapas europäischen Hauptsitz, Dhagpo Kagyü Ling in Frankreich.

Lama Jigme Rinpoche ist auch als Dharmalehrer höchst respektiert. Viele haben schon von seinen profunden Kenntnissen der buddhistischen Lehre, seinem Verständnis der westlichen Lebensweise, seiner praktischen Weisheit und seinem Humor profitiert.

 Sherab Gyaltsen Rinpoche
wurde 1950 in Manang in Nepal geboren. Manang liegt im Norden Nepals im
Annapurna-Gebiet. Dort hat früher auch Milarepa meditiert. Rinpoche trägt den seltenen Titel eines Maniwa, den man nur bekommt,wenn man andere dazu gebracht hat, mehr als eine Milliarde Mal das Mantra Om Mani Peme Hung zu rezitieren. Er gilt als Experte für die Praxis auf „Liebevolle
Augen“. Schon als Kind war Rinpoche außergewöhnlich mitfühlend und lernte auch sehr schnell.

Rinpoche wurde in Rumtek vom 16. Karmapa zum Mönch ordiniert und
erhielt dort seine buddhistische Ausbildung. Später praktizierte er unter der Leitung von Bokar Rinpoche das Drei-Jahres-Retreat. Rinpoche hat viele wichtige Anrufungen verfasst und
viele Stupas in Nepal und außerhalb gebaut. Seit einigen Jahren gibt er auch Kurse und Einweihungen in Europa.

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